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Geklärt

Explodierter VW-Gastank war verrostet

Der Tank eines VW Touran war im September beim Tanken explodiert. Die Folgen: Mehrere Tankstellen-Konzerne schränkten den Verkauf von Erdgas ein. Nun zeigt ein Gutachten die Ursache der Explosion. Es bleibt die Schuldfrage.

Erdgasauto© Petra Beerhalter / Fotolia.com

Duderstadt – Die Ursache für die Explosion eines erdgasbetriebenen VW Touran beim Tanken im südniedersächsischen Duderstadt Mitte September ist geklärt. Der Grund sei Rost am Gastank gewesen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Dienstag.

Gasbehälter hielt dem Druck nicht stand

Ein Gutachten habe ergeben, dass der verrostete Behälter dem Druck bei der Betankung nicht standgehalten habe. Das "Eichsfelder Tageblatt" hatte berichtet, dass dadurch Erdgas ausgetreten und verpufft war. Der Fahrer wurde durch umherfliegende Trümmerteile schwer verletzt. Als Reaktion auf den Vorfall hatten mehrere Tankstellen-Konzerne ihren Stationen und Pächtern empfohlen, vorübergehend kein Erdgas mehr zu verkaufen.

Rückruf, aber keine Nachbesserung

Der zehn Jahre alte VW Touran gehörte zu denjenigen Autos, die VW wegen möglicher Schäden an den Gastanks zurückgerufen hatte. Eine Nachbesserung des Wagens hat laut Staatsanwaltschaft aber nicht stattgefunden. "Wir prüfen jetzt, ob es möglicherweise bei VW Verantwortliche gibt, die dafür hätten Sorge tragen müssen, dass das Fahrzeug stillgelegt wird", sagte Oberstaatsanwalt Andreas Buick. Geprüft werde aber auch eine mögliche Verantwortlichkeit des Fahrzeughalters.

Von der VW-Rückrufaktion zum vorsorglichen Tausch von Gasflaschen waren gut 35.000 Fahrzeuge der Modelle Caddy, Passat und Touran aus den Jahrgängen 2006 bis 2010 betroffen. Hintergrund war eine mögliche Korrosion der Gasbehälter.

Quelle: DPA