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Widerspruch

Grüne: Kritik an Förderung von Öl- und Gasheizungen

Die Grünen kritisieren die staatlichen Subventionen für Öl- und Gasheizungen. Zum einen werde ein Markt gefördert, der ohnehin wachse. Zum anderen sei es ein Widerspruch, fossile Brennstoffe zu fördern und die Energiewende vorantreiben zu wollen.

Heizung© Herreneck / Fotolia.com

Berlin – Die Grünen haben die staatliche Förderung von Öl- und Gasheizungen kritisiert. "Damit fördert Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel nicht nur klimaschädliche Techniken, sondern auch einen Markt, der ohnehin wächst", sagte Grünen-Haushaltsexpertin Anja Hajduk den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Hajduk: Widerspruch zu Energiewende-Zielen

Im Haushaltsausschuss habe Gabriel bestätigt, diese Förderung fortzusetzen. "Dabei ist sein Ministerium hauptverantwortlich für die Umsetzung der Energiewende", so Hajduk. Aus ihrer Sicht ist es ein Widerspruch, fossile Energien zu fördern und gleichzeitig klimafreundliche Innovationen voranzutreiben.

Dem Zeitungsbericht zufolge subventionierte die von Bund und Ländern finanzierte Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Jahr 2015 mit 238 Millionen Euro den Bau von Gasheizungen und mit 50 Millionen Euro den Bau von Ölheizungen. Das gehe aus einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. In diesem Jahr betrugen die staatlichen Subventionen bis zum Sommer demnach mehr als 100 Millionen Euro.

Fossile Brennstoffe beim Heizen sehr beliebt

Die Bundesregierung hat das Ziel, die Gebäude in Deutschland bis 2050 so zu sanieren, dass sie "klimaneutral" gebaut sind. Seit 2006 konnten mit staatlicher Hilfe der KfW mehr als vier Millionen Wohnungen saniert oder neu gebaut werden. Doch finden Heizungen noch immer guten Absatz, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. So ging der Anteil der erneuerbaren Energien laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie in den vergangenen Jahren zurück.

Quelle: DPA