Die Heizungssysteme aus Gas und Solarthermie sind hervorragend miteinander kombinierbar und senken gleichzeitig die Energiekosten um bis zu 35 Prozent. Hat man einen modernen Gasbrennwertkessel, kann man mit diesem durch die Kombination mit Solarthermie noch mehr Energie sparen.
Heizungswärme und Warmwasser können gut über eine Kombination aus Gas und Solarthermie gewonnen werden, da die beiden Systeme problemlos zusammenarbeiten. Der Wärmebedarf in den sonnigen Monaten kann über den Ertrag aus der Solarthermie gedeckt werden, während in den weniger sonnigen Wintermonaten die Gasheizung einspringt. Der Gasverbrauch kann so deutlich gesenkt werden.
Durch den Solarthermiekollektor werden die Sonnenstrahlen in Wärme umgewandelt und auf ein Trägermedium, in der Regel Wasser, übertragen. Eine Pumpe transportiert das Wasser zum Warmwasserspeicher (auch Pufferspeicher genannt). Bei Gasheizungen werden brennfähige Gase wie Erd- oder Biogas im Gasbrennwertkessel verbrannt. Die dadurch freigesetzte Wärme wird - wie die Wärme aus der Solarthermie - im Warmwasserspeicher gesammelt. Der Haushalt bezieht dann die benötigte Wärme aus diesem gemeinsamen Speicher.
Eine Kombination von Erdgas und Solarthermie ist in der Anschaffung zwar deutlich kostspieliger, macht sich aber langfristig gesehen bezahlt, da die Solarenergie die Gasheizung merkbar entlastet.
Eine Solarheizung kann leicht in das bestehende Gasheizsystem integriert werden. Beinahe jeder moderne Gasbrennwertkessel ist dafür geeignet und wird zudem durch die Zusammenarbeit von Gas und Solarthermie geschont. Schwierig wird es nur, wenn die Gasheizung schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Denn dann benötigt man zusätzlich Platz für einen Brauchwasser- und Heizungspufferspeicher oder einen Kombispeicher.