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Wer bekommt wieviel?

Gaspreis-Zusammensetzung: Bestandteile des Gaspreises

In den letzten zehn Jahren hat sich der Gaspreis insgesamt etwa verdoppelt. Doch wer profitiert eigentlich davon? Und wer bekommt wie viel von dem Geld, das Verbraucher fürs Gas zahlen?

Gaszähler© Bernd Leitner / Fotolia.com

Die Gaspreise steigen nicht erst seit kurzem; es handelt sich um ein langfristiges Phänomen. Zwar gibt es zwischenzeitlich auch schon mal sinkende Preise, aber generell geht die Tendenz nach oben. Dabei gibt es immer mehr Wettbewerb auf dem Gasmarkt und alternative Versorger bieten bereits Gastarife ohne Ölpreisbindung an.

Gasanbieter bekommen rund die Hälfte vom Gaspreis

Die Bundesnetzagentur kontrolliert den Wettbewerb auf den Netzmärkten, also auch dem Gasmarkt, und veröffentlicht die Zusammensetzung des Gaspreises. Zunächst einmal ist da der Gasanbieter. Er behält rund die Hälfte des Geldes, das der Gaskunde zahlt. In diesen rund 50 Prozent sind die Kosten für Beschaffung und Vertrieb enthalten. Der zweite, der am Gaspreis verdient, ist der Staat. Hier wird eine Energiesteuer fällig, die Mehrwertsteuer und die Konzessionsabgaben an die Gemeinden, auf deren Grund die Gasleitungen verlegt werden. Vom Gaspreis bekommt der Staat etwa ein Viertel.

Gaspreis-Zusammensetzung

Der Netzbetreiber bekommt ein Viertel vom Gaspreis

Schließlich ist auch der Netzbetreiber am Gaspreis beteiligt. Er erhält ein weiteres knappes Viertel des Geldes für die Nutzung des Netzes. Alternative Anbieter müssen Gebühren an den jeweiligen Netzbetreiber zahlen, um das Gas durch deren Leitungen transportieren zu können. Davon werden Betrieb und Instandhaltung des Netzes und der Gaszähler finanziert.

Wie kommen die großen Unterschiede beim Gaspreis zustande?

Einfluss auf den Gaspreis hat natürlich der Gasanbieter, deshalb lohnt es sich, die einzelnen Anbieter mit einem Gasanbieter Preisvergleich zu vergleichen. Hier ist oft eine hohe Ersparnis möglich. Aber auch die Netzbetreiber verlangen stark unterschiedliche Gebühren für die Durchleitung des Gases. Wie der Bundesverband der Energieabnehmer feststellte, gibt es hier Unterschiede von bis zu 600 Prozent. Bei den günstigsten Betreibern kostet die Kilowattstunde 0,19 Cent, bei den teuersten sind es 1,27 Cent. Das schlägt sich natürlich auch im Gaspreis nieder.