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Fracking

13.000 Unterschriften gegen Erdgasbohrungen überreicht

Die Grünen haben Pläne zur unkonventionellen Gewinnung von Erdgas in einem Trinkwasserschutzgebiet bei Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) kritisiert. Auch die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen lehnt das Fracking-Verfahren, bei dem Chemikalien in den Boden gepresst werden, ab.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Nordwalde/Hannover (dapd-nrd/red) - "In Trinkwasserschutzgebieten verbietet sich das Einbringen von Chemikalien in tiefere Erdschichten", sagte Landtagsfraktionschef Stefan Wenzel am Montag in Hannover. Vor einer Bohrtätigkeit müsse die Umweltverträglichkeit geprüft werden.

Auch das Umweltbundesamt lehne eine unkonventionelle Gewinnung von Erdgas in Trinkwasserschutzgebieten ab, sagte Wenzel. Das Unternehmen Exxon Mobil plant in dem Gebiet Probebohrungen für eine unkonventionelle Erdgasgewinnung nach dem sogenannten Fracking-Verfahren.

Auch Bevölkerung engagiert sich gegen Fracking

Auch in der Bevölkerung halten die Proteste gegen Pläne für eine unkonventionelle Erdgasgewinnung nach dem Fracking-Verfahren an. Vertreter von Bürgerinitiativen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen überreichten der Vorsitzenden des Umweltausschusses im Bundestag, Eva Bulling-Schröter (Linke), am Montag in Nordwalde 13.000 Unterschriften gegen das umstrittene Verfahren.

Zwar habe sich der Ausschuss bisher nicht mit dem Thema beschäftigt, sagte die Linke-Politikerin in Nordwalde. "Wir werden das aber tun", kündigte sie für die Zeit nach der Sommerpause an. Ihr Ziel ist eine Anhörung im Ausschuss mit Sachverständigen. Die Unterschriftenlisten will Bulling-Schröter Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) überreichen.