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Veranstaltungshinweis

13. Euroforum-Jahrestagung Erdgas 2007

Thema dieser Tagung sind die Erwartungen der Gaswirtschaft an das neue Gasjahr, wobei unter anderem die Abhängigkeit von russischem Erdgas, Unbundling-Bestrebungen der EU sowie die Herausforderungen durch den neuen Wettbewerb diskutiert werden.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit dem Markteintritt der E.ON-Tochter "E wie einfach" hat der Wettbewerb auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt an Dynamik gewonnen. Besonders Stadtwerke werden durch die Tarifpolitik der E.ON-Tochter unter Druck gesetzt, da das Gas immer zwei Cent günstiger angeboten wird als durch den örtlichen Versorger. Auch andere Gasunternehmen wie jüngst die GASAG in Kiel beginnen durch Angebote in neuen Marktgebieten den Wettbewerb anzuheizen. Mit dem offiziellen Start des Zweivertragsmodells am 1. Oktober 2007 werden die Bedingungen für die weitere Liberalisierung des deutschen Gasmarktes weiter verbessert und geben dem ebenfalls zum 1. Oktober 2007 beginnenden Gaswirtschaftsjahr neue Impulse.

Die Herausforderungen, die sich für große Versorger wie E.ON Ruhrgas aus der Regulierung, dem zunehmenden Gasverbrauch bei gleichzeitig sinkenden Produktionen, den Unbundling-Bestrebungen der EU-Kommission sowie durch die Verpflichtung zur Einspeisung von Biogas ergeben, erläutert der Vorstand von E.ON Ruhrgas AG, Dr. Bernhard Reutersberg. Die Ergebnisse der Branchenuntersuchung der EU-Kommission zur Wettbewerbssituation auf dem europäischen Gasmarkt stellt Prof. Dr. Helmut Schmitt von Sydow (EU-Kommission) vor. Die von der EU-Kommission entfachte Diskussion um das Ownership-Unbundling und die Erwartungen an das dritte Richtlinienpaket für Wettbewerb auf dem europäischen Gasmarkt sind weitere Themen des EU-Vertreters.

Anfang Oktober startet die zweite Entgeltgenehmigungsrunde für das Gasnetz. Die hier zu ermittelnden Entgelte werden die Grundlage für die ab 2009 beginnende Anreizregulierung sein. Bereits in der ersten Genehmigungsrunde mussten die Gasnetzbetreiber empfindliche Entgeltkürzungen hinnehmen. Die Erwartungen der Regulierungsbehörde an die zweite Genehmigungsrunde und die anstehende Anreizregulierung erläutert Klaus-Peter Schultz (Bundesnetzagentur). Er geht auch auf die Diskussion um die Notwendigkeit einer weiteren Reduzierung der Marktgebiete ein.

Eine Bilanz nach den ersten drei Monaten des deutschen Börsenhandels mit Gas an der European Energy Exchange AG zieht EEX-Vorstand Maik Neubauer. Die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas und die Bestrebungen des russischen Gasversorgers Gazprom, auf dem deutschen Endverbraucher-Markt über die Beteiligung an Stadtwerken einzusteigen, ist das Thema von Dr. Claus Bergschneider (ZMB GmbH). Die Diversifizierung des Gasbezuges als Chance sowie die Vor- und Nachteile der Exploration eigener unabhängiger Gasquellen beschreibt der Vorstandsvorsitzende der RWE Dea AG, Dr. Georg Schöning. Aus Sicht der Stadtwerke erläutert der Vorstands-Chef der Stadtwerke Hannover, Michael Feist, die Herausforderungen eines verschärften Wettbewerbes und zeigt die Möglichkeiten neuer Vertriebskonzepte für regionale Versorger auf. Die Möglichkeiten neuer Wettbewerber auf dem Gasmarkt greift Dr. Thomas Mecke (NUON Deutschland) auf.

Das Thema "Erdgasspeicher" bestimmt den dritten Tag der etablierten Erdgas-Tagung, zu der rund 200 Branchen-Vertreter erwartet werden.

Die Veranstaltung findet vom 9. bis 11. Oktober in Berlin statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 2199 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für die gesamte Veranstaltung, jedoch ist auch die Teilnahme an nur einzelnen Veranstaltungstagen möglich.

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