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Monitoringbericht

54 Prozent mehr Biogas als im Vorjahr eingespeist

Laut Bundesnetzagentur haben zum Ende des letzten Jahres 77 Biogasanlagen 275 Millionen Kubikmeter Biogas in das Gasnetz eingespeist. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Steigerung von 54 Prozent dar. Bezogen auf das Mengenziel für das Jahr 2020 (sechs Milliarden Kubikmeter) werden jedoch erst 4,6 Prozent erreicht.

Biogas© Swetlana Wall / Fotolia.com

Bonn (red) - Grundlage dieser Zahlen ist der Monitoringbericht der Netzagentur an die Bundesregierung über die Auswirkungen der Biogas-Sonderregelungen. Eine Ursache für die niedrige Quote seien die mit fossilem Erdgas vergleichbar hohen Produktionskosten von 5,7 Cent pro Kilowattstunde, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die alleinige Betrachtung der Herstellungskosten von Biogas im Vergleich zu fossilem Erdgas sei jedoch nicht zielführend. Der Biogaserzeugungsprozess sei in jeder Wertschöpfungsstufe steuerbar und damit innerhalb der regenerativen Energien einzigartig. Beim politisch gewollten weiteren Ökostrom-Ausbau könne Biogas einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Angebotsstruktur der Nachfrage anzupassen, sagte Homann.

Biogas erhält Sonderkonditionen

Den Biogas-Monitoringbericht legt die Behörde der Bundesregierung jährlich zum 31. Mai vor. Die Bundesregierung überprüft auf Basis dieses Berichts die Sonderregelungen für die Einspeisung und den Transport von Biogas in Erdgasnetzen. Der Bericht beruht auf einer empirischen Erhebung bei Betreibern von Anlagen zur Biogasaufbereitung, Gasnetzbetreibern und Biogashändlern. Er enthält unter anderem Daten zur Menge des eingespeisten Biogases, zur Kostenstruktur der Biogaseinspeisung, zu den erzielbaren Erlösen und zur Kostenbelastung der Netze.