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Kreuzfahrt

Aida-Passagiere können in Klimaschutz-Projekt investieren

Den Klimaschutz nutzen bereit seit längerem Unternehmen auch als Marketing-Instrument. Nachdem schon einige Fluglinien ihren Gästen anbieten, bei einem Ticketkauf auch gleichzeitig etwas nützliches für die Umwelt zu tun, ziehen nun scheinbar auch die Reedereien nach.

Kreuzfahrtschiff© Melanie Dörr

Rostock (dpa/tmn/red) - Im Flugverkehr haben Passagiere schon heute die Möglichkeit, den Ausstoß von umweltschädlichem CO2 durch eine zusätzliche Abgabe zu kompensieren. Die Reederei Aida Cruises überträgt dieses Prinzip jetzt in Zusammenarbeit mit der Organisation Atmosfair auf Kreuzfahrten. Ab sofort können Gäste einen Kompensationsbeitrag leisten, der in ein Klimaschutz-Projekt in Indien fließen soll. Das teilen Aida Cruises und Atmosfair mit. Bis 2020 sollen nach den Vorstellungen der Partner 20 Prozent der Gäste zu der freiwilligen Abgabe bewegt werden.

Aida will LNG-Motoren einbauen

Darüber hinaus will Aida Cruises seine Schiffe mit Duel-Fuel-Motoren ausstatten, die neben konventionellem Treibstoff auch Flüssiggas (LNG) verarbeiten. Der Einsatz dieser Technologie ist bislang aber nicht auf hoher See erlaubt, sondern nur während der Liegezeiten im Hafen. In einem Pilotprojekt im Hamburger Hafen wird zudem ab dem Frühjahr eine Art schwimmendes Flüssiggaskraftwerk eingesetzt, das die Schiffe mit schadstoffarm erzeugtem Strom versorgt.

Reedereien müssen Schadstoffe reduzieren

Umweltschützer kritisieren die Emissionen von Kreuzfahrtschiffen seit langem. Auflagen der International Maritime Organization (IMO) verpflichten die Reedereien dazu, ihre Schadstoffemissionen bis 2020 schrittweise zu reduzieren. Die Unternehmen bemühen sich deshalb, ihre Schiffe umweltfreundlicher zu machen.