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Umbau bei E.on

Allianz könnte größtes deutsches Gasnetz kaufen

Der größte deutsche Energieversorger E.on will laut einem Pressebericht sein Gasnetz verkaufen. Der Versicherungskonzern Allianz soll vorhaben, das Gasnetz zu übernehmen. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf E.on-Kreise.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

München (afp/red) - Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag berichtete, will der Münchner Versicherungskonzern Allianz über seine Beteiligungstochter Allianz Capital Partners (ACP) das 12.000 Kilometer lange Gasnetz der Firmentochter E.on Ruhrgas übernehmen. E.on plane die Zerschlagung der Firmentochter.

Das Ruhrgas-Netz ist das größte deutsche Gasnetz. Durch das Pipeline-System fließt mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Erdgases.

Radikaler Konzernumbau und Stellenstreichungen

E.on betreibt derzeit einen radikalen Konzernumbau. Weltweit will das Unternehmen 11.000 seiner 79.000 Stellen abbauen, in Deutschland sind es 6000 Jobs. Unklar ist noch, auf welche Weise diese Stellen gestrichen werden sollen. E.on begründet den Umbau mit dem Atomausstieg in Deutschland. Geplant sind zugleich aber Milliardeninvestitionen: E.on werde "mehrere Milliarden Euro" in den kommenden Jahren investieren, "vor allem in erneuerbare Energien", sagte E.on-Chef Johannes Teyssen der "Leipziger Volkszeitung" vom Dienstag.