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Erdgasleitung

Anwohner klagen gegen Pipeline durch Niedersachsen

Der geplante Bau der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) quer durch Niedersachsen beschäftigt nun das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg. Gegen einen Beschluss vom Februar zum Bau des fast 200 Kilometer langen Teilabschnitts Hittbergen-Achim-Rehden seien mehrere Klagen eingegangen.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Lüneburg (dapd-nrd/red) - Die ersten Bauarbeiten in Mecklenburg-Vorpommern sind bereits angelaufen. Zu den Klägern und Antragstellern gehören den Angaben des OVG zufolge die Stadt Winsen und die Gemeinde Stelle sowie etwa 100 private Eigentümer und Anwohner. Sie kritisieren zu geringe Abstände der Gasleitung zu Wohn-, Betriebs- und Schulgebäuden. Landwirte und Gewerbetreibende befürchten außerdem Benachteiligungen durch die Verlegung und den Betrieb der Gaspipeline. Ein weiterer Vorwurf der Kläger lautet, Planungsalternativen seien nicht hinreichend untersucht und abgewogen worden.

Der Strang soll ebenso wie die Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) dem Weitertransport des Erdgases aus der Ostseepipeline Nord Stream zu Kunden in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien dienen. Die Pipeline wird vom Anlandungspunkt in Lubmin 240 Kilometer weit durch Mecklenburg-Vorpommern und weitere 200 Kilometer durch Niedersachsen nach Rehden führen. Im dortigen Erdgasspeicher soll das Erdgas aus Russland eingelagert oder weiter in das westeuropäische Leitungsnetz gespeist werden. Die Leitung kann den Angaben zufolge jährlich bis 20 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren.