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Perspektiven

Atomausstieg: Neue Chancen für die Gasbranche

Die Gasnetzwirtschaft sieht in den aktuellen Entwicklungen der Energiepolitik neue Chancen. Auf dem Treffpunkt Netze des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden Perspektiven diskutiert, ebenso die Aussichten im Erzeugungsmarkt.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Berlin (red) - Erdgas als Wärmeträger scheint ein Auslaufmodell zu sein. Nach einem Bericht gehen Prognosen von einem Anteilsverlust von 23 Prozent bis 2030 aus. Auch die Förderung ist rückläufig, die vermuteten Lagerbestände wurden nach unten korrigiert.

Dennoch hofft die Gasnetzwirtschaft dank der aktuellen Entwicklungen auf eine Renaissance. Gerade der Atomausstieg könnte dem Erdgas als Brückentechnologie wieder einen Auftrieb bescheren. Solange die erneuerbaren Energien noch nicht die komplette Versorgung abdecken können, sind Gas- und Kohlekraftwerke gefragt, auch um die sogenannte Grundlast abzudecken.

Perspektiven: Biogas und Speichertechnologie

Perspektiven sieht man auch in der Nutzung von Biogas sowie in der Speicherung von Strom aus regenerativen Energien im Erdgasnetz. Greenpeace Energy plant beispielsweise, aus Windkraft erzeugten Strom in Methangas umwandeln und im Erdgasnetz speichern. Ähnliche Überlegungen gibt es für Solarstrom. Damit könnten witterungsbedingte Schwankungen zum Teil ausgeglichen werden. Wenn in wenigen Jahren die CO2-Zertifikate knapp werden, werde es spannend, so ein Kongressteilnehmer.