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Missbrauchsverfahren

Baden-Württemberg geht gegen hohe Gaspreise vor

Die Landeskartellbehörde Baden-Württemberg hat wegen auffällig hoher Gaspreise vier neue Missbrauchsverfahren gegen Gasversorger eingeleitet. Laut Wirtschaftsminister Ernst Pfister wird damit das Anfang 2008 verschärfte Kartellrecht zum zweiten Mal im Interesse der Verbraucher eingesetzt.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Stuttgart (ddp-bwb/sm) - Um welche Unternehmen es sich handelt, gab das Ministerium nicht bekannt. Die im Wirtschaftsministerium angesiedelte Energiekartellbehörde hatte bereits Anfang 2008 erstmals Verfahren gegen Gasversorger im Land wegen zu hoher Preise eingeleitet. Pfister zufolge haben in allen vier Fällen nach Einleitung der Verfahren die Unternehmen preisliche Zugeständnisse gemacht.

Verbraucher sollten Anbieter wechseln

Allgemein schätzt Pfister die Gaspreise als "bundesweit zu hoch" ein. Dass Baden-Württemberg im Ländervergleich die zweitgünstigsten Gaspreise aufweise, sei zwar "nur ein schwacher Trost", aber dennoch ein Erfolg der Landeskartellbehörde.

Die Kunden rief der Minister erneut dazu auf, Sondertarife zu nutzen und falls möglich auch einen Versorgerwechsel zu prüfen. Zwar gebe es derzeit nur eine geringe Anzahl an Gasanbietern auf dem Markt. Der Wettbewerb komme aber mehr und mehr in Schwung.

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