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Gaspipeline

BASF beteiligt sich an South-Stream-Projekt

Das Konsortium zum Bau und Betrieb der Gaspipeline South Stream von Russland nach Südeuropa bekommt einen weiteren Partner. Die Kasseler BASF-Tochter Wintershall tritt dem Projekt bei. Wintershall werde sich mit 15 Prozent an der Gesellschaft South Stream AG beteiligen, teilten Gazprom und BASF mit.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Moskau/Kassel (dapd/red) - Am Montag unterzeichneten der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, und BASF-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht im Beisein des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin eine entsprechende Absichtserklärung. Gazprom werde seine Beteiligung von 50 Prozent beibehalten. Das Projekt war vorher ein paritätisch gehaltenes Joint Venture der Gründungsgesellschafter Eni (Italien) und Gazprom. Die Electricite de France soll dem Konsortium im Laufe des Jahres auch mit einer Beteiligung von zehn Prozent beitreten. Die Italiener reduzieren ihren Anteil entsprechend.

Gastransport frühestens ab 2015

Mit dem Projekt South Stream soll mit dem ersten Strang ab frühestens 2015 eine neue Transportmöglichkeit für russisches Erdgas geschaffen werden, die der Belieferung von Kunden in Südost- und Südeuropa dient. Das Gesamtprojekt besteht aus drei Komponenten: Ausbau der Kapazitäten in Russland zum Schwarzen Meer, Bau von vier parallel verlaufenden, jeweils rund 940 Kilometer langen Erdgasleitungen durch das schwarze Meer mit einer geplanten Gesamtkapazität von 63 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, sowie Weiterbau nach Süd- und Mitteleuropa.

Die Zusammenarbeit der Wintershall als Erdöl- und Erdgasförderer mit dem Erdgasproduzenten Gazprom reicht derzeit von der Exploration und Produktion von Erdgas in Westsibirien über den Bau der Nord Stream-Pipeline bis zum Verkauf des Erdgases in Deutschland und Europa über gemeinsame Handelsgesellschaften. Moskau hat indes noch immer keine Genehmigung für die Rohrverlegung in der Türkei bekommen.