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Gemeinschaftsprojekt

Bayerngas und RAG bohren in Bayern nach Erdgas

Die Münchner Bayerngas und die österreichische Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) haben ihre gemeinsame Suche nach Erdgas in Bayern gestartet. Die erste von mehreren geplanten Aufsuchungsbohrungen wird gegenwärtig in Fridolfing an der deutsch-österreichischen Grenze durchgeführt.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

München (red) - Bayerngas und RAG vermuten nach eigenen Angaben gasführende Gesteinsschichten in unterschiedlichen Tiefen. Die tiefste potenzielle Gaslagerstätte werde voraussichtlich nach 60 Bohrtagen in rund 2900 Metern erreicht. "Am gestrigen Montag sind wir bei einer Teufe von rund 1800 Metern angekommen. Bei 1320 Metern konnten wir erstmals Methan nachweisen, das auf ein Erdgaslager im Aquitan schließen lässt", sagte Dr. Karsten Schütz, Advisor Exploration and Production bei Bayerngas.

Wie viel Erdgas die Lagerstätten enthalten und ob diese zu wirtschaftlichen Bedingungen zu fördern sind, werde sich nach Abschluss der Bohrung Ende Juni/Anfang Juli herausstellen. Nach Angaben von Schütz sei die RAG bislang plangerecht vorangekommen. Nun werde das Bohren aus technischen Gründen langsamer voranschreiten, doch es zeichne sich ab, dass der Termin für den Abschluss der Bohrungen gehalten werden könne.

RAG hat in den letzten Jahren Gasfelder auf der oberösterreichischen Seite erschlossen, die sich nach Westen hin aufreihen. Es sei zu vermuten, das die gleichen Gesteinsschichten auf bayerischer Seite ebenfalls über Potenzial verfügen. 3D-Seismik und computerbasierte Modelle stützten diese Annahme. Bayerngas hat sich deshalb am 14. November 2008 mit 30 Prozent an der Erlaubnis der RAG in Bayern nach Erdgas zu suchen, beteiligt. In den kommenden zwei Jahren wollen die Unternehmen noch weitere Testbohrungen in der Region Salzach-Inn durchführen.