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Bayerngas: Weniger Erdgasabsatz im letzten Jahr

Die Bayerngas GmbH hat für Stadtwerke-, Regionalversorger- und Industriekunden im letzten Jahr 66,7 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Erdgas beschafft. Das Beschaffungsvolumen 2006 liegt damit unter dem Vorjahresniveau von rund 67,7 Milliarden Kilowattstunden.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

München (red) - Grund waren die warmen Temperaturen in der Heizperiode Oktober-Dezember. Der Verbrauchsrückgang im letzten Quartal konnte auch nicht durch den witterungsbedingten Mehrverbrauch der Kunden in den ersten Monaten des Jahres kompensiert werden. Kundenverluste musste die Bayerngas nach eigenen Angaben nicht hinnehmen.

Das vergangene Jahr hat die Bayerngas dazu genutzt, sich w"eiter auf die fortschreitende Liberalisierung des Gasmarkts einzustellen". "Liberalisierung und Regulierung sind Taktgeber eines intensiven Veränderungsprozesses im Gasmarkt, der in nahezu alle Nischen vordringt und einen weitergehenden Professionalisierungsdruck erzeugt. Für uns als Gas-Beschaffungsplattform unserer Gesellschafter und Kunden steigen damit die Anforderungen aber auch die Chancen. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung haben wir unsere Ziele frühzeitig neu definiert und unsere Reisegeschwindigkeit merklich erhöht. Klares Ziel ist eine Erdgasbeschaffung, die alle Wertschöpfungsstufen umfasst – Trading, Verträge mit Importeuren, Verträge mit Produzenten bzw. eigener Import von Mengen und Eigenförderung", sagt Ulrich Mössner, Geschäftsführer der Bayerngas.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Bayerngas zum Aufbau eines eigenen Upstream-Geschäfts (Fördergeschäft) in Norwegen entschieden und Anteile am Erdgasfeld Vega South (Fram B) erworben. Darüber hinaus wurde die Organisationsstruktur den neuen Rahmenbedingungen angepasst und der Bereich "Handel" in "Upstream & Portfoliomanagement" sowie "Markt & Kunde" geteilt.

Mössner weiter: "Die neue Organisation trägt der Zieldefinition Rechnung und ermöglicht uns, die vor uns stehenden Aufgaben gewohnt professionell anzugehen. Dazu erlaubt die neue Struktur eine noch engere Verzahnung mit unseren Gesellschaftern und Kunden. Letzteres ist für uns als Beschaffungsplattform essentiell, um unsere Potenziale voll ausschöpfen zu können."

Für das laufende Jahr geht die Bayerngas nicht zuletzt wegen des Zwei-Vertrags-Zugangsmodells von einem sich verschärfenden Wettbewerb aus. Verstärkt wird die Entwicklung durch die Ambitionen internationaler Unternehmen, Kunden auf allen Liefer- und Verbrauchsstufen zu gewinnen.

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