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Kundenflucht

Bei Gasanbieter EWE gingen 41.000 Kündigungen ein

Schon mehrfach hat der Energieversorger EWE im vergangenen Jahr im Streit um Gaspreiserhöhungen vor Gericht den Kürzeren gezogen. Jetzt bestätigte ein Unternehmenssprecher, dass EWE zehntausende Kunden verloren hat. Die Kündigungswelle führte teilweise zu weiteren Problemen.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Oldenburg (red) - So konnten Wechselanträge nicht rechtzeitig bearbeitet werden, was zu erneuten Kundenbeschwerden führte. Insgesamt hätten 41.000 Kunden im Jahr 2010 ihren Vertrag bei EWE gekündigt, 15.000 allein im November. Normal seien zwischen zwei- bis dreitausend Kündigungen pro Monat bei rund 750.000 Gaskunden.

Imageverlust und höhere Preise

Der Gasanbieter hatte jedoch auch Neukunden zu verzeichnen, was die Gesamtzahl des Kundenverlusts auf immerhin 27.000 reduziert. Die Gründe für die Kündigungen seien vielfältig, so der EWE-Sprecher zum NDR. Dazu zählt wohl das durch die vielen Klagen und Gerichtsverfahren angeschlagene Image des Unternehmens. Der größere Teil sei laut EWE aber den Gaspreiserhöhungen zum Dezember geschuldet.

Der Gasanbieter will der Kundenflucht nicht tatenlos zusehen: Man will nun den Kundenservice verbessern und das Vertriebsgebiet auf ganz Niedersachsen ausweiten. Die Streitigkeiten vor Gericht gehen derweil weiter.

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