Startseite
Itzehoe

Bericht: Explosion durch beschädigte Gasleitung

Die Ursache der Explosion eines Mehrfamilienhauses in Itzehoe soll einem Medienbericht nach geklärt worden sein. Demnach könnte durch einen Bagger das Hauptventil einer Gasleitung im Keller abgerissen worden sein, wodurch sich der Keller mit Gas füllte.

Gasherd© rsester / Fotolia.com

Kiel/Itzehoe (dpa/red) - Die Ursache der Explosion in Itzehoe mit vier Toten ist nach einem Medienbericht möglicherweise geklärt. Das Haus sei mit alter Technik an die Gasleitung angeschlossen gewesen, berichten die "Kieler Nachrichten" (Freitag). Vieles deute darauf hin, dass es deshalb zu einem Gasleck gekommen sei.

Fehlende Sollbruchstelle

Ein Bagger hatte am Montag in der Straße gearbeitet, Anwohner wollen Gas gerochen haben. Eine Dichtigkeitsprüfung der Itzehoer Stadtwerke habe ergeben, dass die Straßenleitung und die Anschlussleitung bis ins Haus in Ordnung sind.

Die Energieversorger fügten aber erst seit etwa 30 Jahren in die Hausanschlussleitung eine Sollbruchstelle ein und befestigten das Rohr mit einem Maueranker an der Wand. "So etwas gab es an diesem Haus noch nicht", sagte Manfred Tenfelde, Geschäftsführer der Stadtwerke, dem Blatt.

Gasansammlung im Keller

Wie die Zeitung weiter berichtete, hat ein externer Experte ermittelt, dass Vibrationen eines Baggers auf der Straße oder eine Berührung der Straßenleitung mit der Baggerschaufel dazu geführt haben könnten, dass die Leitung im Haus am Hauptabsperrventil abriss. In diesem Fall habe das Gas in den Keller strömen und sich dort sammeln können, zitierte die Zeitung den Experten. Die Betätigung eines Lichtschalters hätte das Gas dann zünden können, hieß es weiter.

Quelle: DPA