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Australien

BG Group-Übernahme: Shell steht vor erster Hürde

Die geplante Übernahme der BG Group durch den Ölriesen Shell gerät ins Stocken. Nachdem es bereits seitens der Wettbewerbshüter in den USA, der EU und Brasilien grünes Licht gegeben hatte, will sich die australische Behörde den Verkauf und dessen Auswirkungen genauer ansehen.

Shell© Shell Deutschland Oil GmbH

Brüssel (dpa-AFX/red) - Die australische Wettbewerbsbehörde tritt bei Shell auf die Bremse: Sie will sich die geplante Übernahme des britisches Gasförderer BG Group durch den britisch-niederländischen Ölkonzern genauer anschauen. Die Behörde meldete Bedenken an und will nun erst im November entscheiden. Sie hält Einschränkungen bei der Gasversorgung in manchen Regionen und höhere Preise nach der Transaktion für möglich.

EU, USA und Brasilien haben bereits zugestimmt

Für Shell ist dies zunächst ein Rückschlag, haben die Briten doch schon die Zustimmung der Wettbewerbshüter in der EU, den USA und Brasilien erhalten. China und Australien stehen noch aus. Shell will weiterhin mit den Behörden in Australien zusammenarbeiten, hieß es vom Unternehmen.

Shell lässt sich den Kauf nach früheren Angaben 47 Milliarden Pfund (64 Milliarden Euro) in bar und in Aktien kosten. Das Geschäft solle Anfang 2016 perfekt gemacht werden, bekräftigte Shell.