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Fracking

Bierbrauer fürchten um Reinheit des Brauwassers

Die deutschen Bierbrauer sind eine weitere Gruppe, die ob der Fracking-Pläne der Regierung besorgt sind. Sie befürchten eine Verunreinigung des Wassers, die das Reinheitsgebot gefährden würde. In ihren Warnungen vor negativen Folgen des Frackings erhalten die Brauer jetzt Rückendeckung aus der Politik. Es müsste alles getan werden, um das Brauwasser zu schützen.

Fracking© VKU/regentaucher.com

Berlin (AFP/red) - "Das Reinheitsgebot muss im Zweifel Vorrang haben. Wir müssen die Bedenken der Brauer sehr ernst nehmen", sagte der FDP-Politiker und Obmann im Finanzausschuss, Daniel Volk, der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe). Besorgt zeigte sich auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Herbert Frankenhauser: "Das Reinheitsgebot darf nicht beeinträchtigt werden. Es müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, damit das Brauwasser geschützt wird", wurde er von der Zeitung zitiert.

Nicht nur die Bierbrauer sind besorgt

Für ein generelles Fracking-Verbot sprach sich die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, aus. "Fracking mit giftigen Chemikalien gehört verboten. Doch die Regierung will es auf 86 Prozent der Fläche zulassen. Das macht nicht nur den Bierbrauern Sorgen", sagte sie der "Bild".

Zuvor hatte der Deutsche Brauer-Bund in einem Brandbrief an sechs Bundesminister vor Verunreinigung des Trinkwassers durch Fracking gewarnt und erklärt, die bisherigen Vorgaben der Bundesregierung "reichen nicht aus, um den Anforderungen an das Reinheitsgebot für Bier Rechnung zu tragen". Nach dem deutschen Reinheitsgebot, das am 23. April 1516 ausgerufen wurde, gehören nur Wasser, Hopfen und Gerste ins Bier.

Was passiert beim Fracking?

Beim sogenannten Fracking wird Gas aus Schiefergestein tief unter der Erde gelöst. Die Technologie ist unter anderem deshalb umstritten, weil dabei Chemikalien eingesetzt werden, die auch das Trinkwasser verunreinigen könnten. Die Bundesregierung will ein Gesetz auf den Weg bringen, das die Bedingungen festlegen soll, unter denen die Technologie in Deutschland eingesetzt werden darf. Die bisherigen Pläne der Koalition sehen laut Brauer-Bund nur ein Fracking-Verbot für das Einzugsgebiet von Trinkwasserseen und in Trinkwasser-Schutzgebieten vor, was unzureichend sei.

Quelle: AFP