Gas-News
StellungnahmeBnetzA-Präsident Kurth begrüßte die Vereinbarung, die aufgrund von Vorgaben des Regulierers notwendig geworden war. So werde der Wettbewerb um Gaskunden verbessert, betonte Kurth. Allerdings sollte die Vereinbarung in einigen Bereichen noch ausgebaut werden.
Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur begrüßt die neue Kooperationsvereinbarung der Gaswirtschaft, die die Netzbetreiberverbände BGW, VKU und GEODE ihren Mitgliedern empfohlen haben. Sie soll zum 1. Juni 2007 in Kraft treten. Die neue Kooperationsvereinbarung war erforderlich geworden, nachdem die Bundesnetzagentur am 17. November 2006 wesentliche Teile der ersten Vereinbarung für unwirksam erklärt hatte.
In einigen Bereichen allerdings erscheint der Bundesnetzagentur eine Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung sinnvoll. Hierzu gehöre etwa der Bereich der Regel- und Ausgleichsenergie, zu dem die Regelungen in der Kooperationsvereinbarung sehr knapp gehalten sind. Auch sei die Anzahl von 16 Marktgebieten noch immer deutlich zu hoch. "Die Bundesnetzagentur erwartet, dass sich die marktgebietsaufspannenden Netzbetreiber weiterhin intensiv um die Reduzierung der Marktgebiete durch unternehmensübergreifende Kooperationen bemühen. Sollte eine freiwillige Kooperation kurzfristig nicht zu den erwarteten Reduzierungen unter zehn Marktgebiete führen, wird die Bundesnetzagentur formelle Verfahren gegen kooperationsunwillige Netzbetreiber in Betracht ziehen", betonte Präsident Kurth.
"Alle Netzbetreiber sind jetzt aufgefordert", so Kurth, "die betrieblichen sowie die administrativen Vorkehrungen zur Umsetzung der neuen Kooperationsvereinbarung zu treffen. Mit der raschen Anwendung des vereinfachten Zweivertragsmodells ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer wirksamen Marktöffnung im Gasbereich gelegt."
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