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Für mehr Wettbewerb

Bundesnetzagentur kürzt weitere Gas- und Stromnetzentgelte

Im Sinne von mehr Wettbewerb hat die Bundesnetzagentur jetzt die Netzentgelte weiterer Netzbetreiber im Gas- und Strombereich gekürzt. Die Absenkungen ergeben sich aus der Überprüfung der aufwandsgleichen Kosten sowie der kalkulatorischen Ansätze des Sachanlagevermögens, des Umlaufvermögens und der Kapitalkosten.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur hat in dieser Woche die Netzentgelte weiterer Gasnetzbetreiber genehmigt und dabei überwiegend Kürzungen vorgenommen. So müssen die Stadtwerke Güstrow die beantragten Netzentgelte um 12 Prozent, die Gasversorgung Garbsen um 27 Prozent, die Stadtwerke Soltau um 11 Prozent, die SVO Netz GmbH (Celle) um 19 Prozent, die Energieversorgung Hildesheim um 17 Prozent, die Energieversorgung Sylt um 18 Prozent, die Energieversorgung Nordhausen um 9 Prozent und die Energie- und Wasserversorgung Altenburg um 3 Prozent verringern.

Zudem muss auch die Gelsenwasser Energienetze GmbH ihren beantragten Kostenblock um gut 12 Prozent kürzen. Für das vormalige Westfalica-Netz waren knapp 10 Prozent nicht anerkennungsfähig, teilte die Bundesnetzagentur mit. Die Stadtwerke Göttingen müssen ihre Netzentgelte um 23 Prozent verringern. Die Bescheide gelten ab sofort.

Auch im Strombereich müssen nach Genehmigungen der Behörde folgende Kürzungen vorgenommen werden: Stadtwerke Güstrow (2%), Stadtwerke Neustrelitz (2%), Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden (14%), Stadtwerke Zeven (8%), Stadtwerke Neustadt am Rübenberge (15%), Stadtwerke EVB Huntetal (3%), Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck (9%), Stadtwerke Schneverdingen (14%), Versorgungsbetriebe Hann. Münden (9%), Stadtwerke Bramsche (6%), Elektrizitätsgenossenschaft Hasbergen (4%), Teutoburger Energie Netzwerk (16%), Stadtwerke Verden (10%), Stadtwerke Nordseeheilbad Borkum (11%), Stadtwerke Munster (4%), Elektrizitäts-Werk Ottersberg (4%), Gemeindewerke Ritterhude GmbH (8%), Gemeindewerke Lilienthal (12%), Energiewerke Isernhagen (15%), Wirtschaftsbetriebe Norderney (2%), Elektrizitätsgenossenschaft für Wittmund (6%), Stadtwerke Bad Salzdetfurth (6%), SWN Stadtwerke Northeim (8%), Kraftwerk Bleckede Ludolf Stamer (8%), Gemeindebetriebe Raisdorf (20%), Gemeindewerke Heikendorf (16%), Gemeindewerke Halstenbek (10%) und Stadtwerke Glückstadt (11%).

Die Stadtwerke Boizenburg/Elbe GmbH und die Stadtwerke Tornesch GmbH weisen eine Besonderheit auf: Die eigenen Kosten der Stadtwerke Boizenburg/Elbe GmbH wurden zwar um fünf Prozent gekürzt und bei der Stadtwerke Tornesch GmbH waren neun Prozent der eigenen Kosten nicht anerkennungsfähig, jedoch stiegen die Kosten des vorgelagerten Netzes in dem Maße, dass die Kostenkürzung kompensiert wurde.

Weiterhin sind mit Wirkung zum 1. Januar 2007 die Entgelte der 24/7 Netze GmbH mit Sitz in Mannheim, der evo Energie-Netz GmbH aus Oberhausen, der Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG, der Stadtwerke Rostock AG und der ovag Netz AG aus Friedberg genehmigt worden. Die Kürzung des beantragten Kostenblocks beläuft sich bei der 24/7 Netze GmbH auf knapp 18 Prozent; der evo Energie-Netz und der Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG wurden jeweils knapp zwölf Prozent nicht anerkannt; bei der Stadtwerke Rostock AG betrug die von der Bundesnetzagentur veranlasste Kürzung gut vier Prozent und bei der ovag Netz AG wurde das beantragte Kostenvolumen um gut zwölf Prozent gekürzt.

Alle 35 Stromnetzentgeltgenehmigungen gelten bis zum 31. Dezember 2007, die 10 Gasnetzentgeltgenehmigungen bis zum 31. März 2008.

Die Absenkungen ergeben sich aus der Überprüfung der aufwandsgleichen Kosten sowie der kalkulatorischen Ansätze des Sachanlagevermögens, des Umlaufvermögens und der Kapitalkosten der Unternehmen. Die Kostenkürzungen führen in aller Regel zu einer Absenkung der Netzentgelte, die aber in den einzelnen Nutzerbereichen und je nach Nachfragestruktur der Kunden unterschiedlich hoch ausfallen.