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Kompromiss

Bundesrat bestätigt Verbot für kommerzielles Fracking

Der Bundesrat hat dem Kompromiss zur Schiefergas-Förderung per Fracking zugestimmt. Damit bleibt die umstrittene Technik für kommerzielle Zwecke verboten. Lediglich zu Forschungszwecken dürfen Probebohrungen durchgeführt werden.

Hydraulic Fracturing© Nightman1965 / Fotolia.com

Berlin – Eine kommerzielle Förderung von Schiefergas mit der umstrittenen Fracking-Methode bleibt in Deutschland tabu. Nach dem Bundestag billigte am Freitag auch der Bundesrat den Kompromiss der Koalition zu der umstrittenen Fördermethode. Die Länderkammer verzichtete auf Anrufung des Vermittlungsausschusses.

Probebohrungen zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt

Danach gilt ein unbefristetes Verbot des sogenannten unkonventionellen Frackings, bei dem Gas aus tiefen Gesteinsschichten durch Einpressen von Flüssigkeiten gefördert wird. Zu wissenschaftlichen Zwecken darf es Probebohrungen geben, um die Folgen für die Natur zu erkunden - aber nur, wenn die betroffenen Bundesländer dem zustimmen.

Grüne und Linke fordern komplettes Fracking-Verbot

Darin sehen Kritiker eine Hintertür, um diese von Umweltschützern besonders kritisierte Fracking-Art doch noch zuzulassen. Linke und Grüne fordern ein komplettes Fracking-Verbot. 2021 soll der Bundestag auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse das Verbot erneut prüfen. Gegner befürchten unter anderem, dass das Grundwasser belastet wird und es zu Erdbeben kommt.

Das Fracking-Gesetz hatte nach dem Kabinettsbeschluss über ein Jahr lang im Bundestag auf Eis gelegen.

Quelle: DPA