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Studie

C02-Emissionen: (Nur) ein kleiner Lichtblick

Der weltweite CO2-Ausstoß ist 2012 langsamer gestiegen als im Vorjahr - um 1,1 Prozent gegenüber 2,9 Prozent 2011. Wichtige Gründe seien die vermehrte Nutzung von Wasserkraft in China und von Schiefergas in den USA gewesen. Gleichwohl wird so viel CO2 in die Luft gepustet wie nie zuvor.

CO2-Ausstoß© Schroptschop / Fotolia.com

Paris (AFP/red) - Das geht aus einer am Donnerstag vorgestellten Analyse der niederländischen Umweltprüfbehörde (PBL) hervor. "Die Entwicklung zeigt einen Wandel zur geringeren Verwendung fossiler Treibstoffe hin zu mehr erneuerbarer Energie und Energiesparen", heißt es darin.

Jüngster Rekordwert bei der CO2-Konzentration

Dessen ungeachtet wurde 2012 mit 34,5 Milliarden Tonnen soviel Kohlendioxid in die Luft geblasen wie nie zuvor. Im Mai überstieg die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre erstmals in der Menschheitsgeschichte 400 Partikel pro Millionen.

In China ist der C02-Ausstoß der PBL-Studie zufolge im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 9,9 Milliarden Tonnen gestiegen. Im vergangenen Jahrzehnt lag der Anstieg im Durchschnitt bei zehn Prozent jährlich. Der Anteil Chinas an den Treibhausgasemissionen insgesamt betrug 29 Prozent.

Fracking: Ein zweischneidiges Schwert

In den USA ging der CO2-Ausstoß um vier Prozent auf 5,2 Milliarden Tonnen zurück. Der niedrigste Wert seit 1993 ist laut der Studie zu erklären, weil in den USA weniger Kohle und mehr Schiefergas zur Energiegewinnung genutzt werden.

Die EU-Länder emittierten 1,6 Prozent weniger Treibhausgas, was die Experten auf die schwache Wirtschaft zurückführen, wodurch weniger Energie verbraucht worden und weniger Frachtverkehr angefallen sei.

90 Prozent des gesamten C02-Ausstoßes gehe auf das Verbrennen fossiler Energieträger zurück, heißt es in der Studie. Die Nutzung von Atomenergie sei nach der Fukushima-Katastrophe gesunken, die Energieerzeugung durch Wasserkraft habe hingegen um 4,3 Prozent zugelegt.

Quelle: AFP