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Strategien

Debatte um Subventionen für konventionelle Kraftwerke

Die EU-Staaten sind uneins über die mögliche Subventionierung von Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerken, die den Aufbau erneuerbarer Energien absichern könnten. Während Großbritannien und Spanien für einen EU-Rahmen für Staatshilfen seien, hätten sich die skandinavischen Länder dagegen ausgesprochen und Deutschland noch keine Position bezogen.

Gaskraftwerk© Ralf Urner / Fotolia.com

Brüssel (AFP/red) - So hieß es am Freitag am Rand des Treffens der Energieminister in Brüssel aus EU-Kreisen. Bei dem Treffen war keine Entscheidung über Subventionen, sondern nur eine Diskussion vorgesehen.

Umgang mit Energie-Engpässen

Bei der Frage geht es um die richtige Strategie für den Umgang mit Energie-Engpässen. Die werden durch den Ausbau der Erneuerbaren möglich, weil die Sonne nicht immer scheint oder Wind mit Flaute abwechselt. Herkömmliche Kraftwerke können dann zwar einspringen. Die Frage ist aber, ob es sich lohnt, die Werke nur für diesen Zweck zu bauen und zu unterhalten.

Energie soll länderübergreifend genutzt werden

Briten und Spanier meinen dem Diplomaten zufolge, dass der Staat Investoren in herkömmliche Technologien unterstützen können muss. Die Skandinavier machten dagegen geltend, dass besser in die Netze investiert werde. Hintergrund: Wenn die Energie landes- und europaweit transportiert wird, ließe sich zum Beispiel eine Flaute in Dänemark statt durch ein Gaskraftwerk am Ort durch Sonnenstrom aus Spanien ausgleichen.

Quelle: AFP