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Förderungsrückgang

Deutschland bleibt von Gasimporten abhängig

Deutschland ist für seine Gasversorgung weitgehend auf Importe angewiesen. Größte Gaslieferanten sind nach Angaben der Bundesnetzagentur Russland und Norwegen, die jeweils rund ein Drittel der Gasimporte liefern. Die Förderung im Inland geht dagegen zurück, die derzeitigen Reserven reichen nur noch für etwa 10 Jahre.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Bonn (dapd/red) - Ein Viertel der Versorgung stammt aus den Niederlanden, die auch als Anladepunkt für Flüssiggaslieferungen eine wichtige Bezugsquelle sind.

Auf Gasimporte kann derzeit nicht verzichtet werden

Die Förderung von Erdgas im Inland geht weiterhin zurück. Die bisher angenommenen Gasreserven mussten erneut nach unten korrigiert werden. Nach Angabe des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung haben die zurzeit angenommenen Reserven eine statistische Reichweite von rund 10,5 Jahren. Unkonventionelle Lagerstätten könnten die Reserven zwar erhöhen, erfordern aber hohen Förderaufwand und Investitionen.

Auch der verstärkte Einsatz von Biogas wird die Abhängigkeit von Gasimporten vorläufig nicht nennenswert verringern können. Zwar konnte die Biogasproduktion laut Bundesnetzagentur 2009 verdreifacht werden. Dennoch entsprach die gesamte Produktionsmenge deutlich weniger als einem Prozent des in Deutschland verbrauchten Gases.