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Gasimporte

Deutschland: Eigener Anteil an Gasförderung sinkt

Das in Industrie und Haushalten in Deutschland genutzte Erdgas stammt zum größten Teil aus dem Ausland. Die Hauptquellen befinden sich nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Russland sowie in Staaten Nord- und Westeuropas.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Berlin (dapd/red) - Der Anteil der deutschen Gasförderung am gesamten Erdgasaufkommen habe im vergangenen Jahr elf Prozent betragen, zwei Prozentpunkte weniger als 2009, teilte der BDEW mit. Norwegische Erdgasproduzenten steuerten erneut einen Anteil von insgesamt 29 Prozent bei. Der niederländische Anteil wuchs auf 22 Prozent (2009: 20). Aus russischen Quellen stammten 32 Prozent (2009: 32). Die restlichen fünf Prozent verteilten sich auf Dänemark, Großbritannien und andere Länder (2009: sechs).

Flüssig-Erdgas eröffnet neue Möglichkeiten

In der Zukunft sei für Deutschland auch die Einfuhr von Erdgas aus Ländern denkbar, mit denen es nicht über Erdgaspipelines verbunden ist. Möglich werde dies durch den Transport von Flüssig-Erdgas (LNG) in speziellen Tankschiffen. Potenzielle Lieferländer seien zum Beispiel Katar, Nigeria oder Ägypten. Schon heute habe LNG einen Anteil von etwa 25 Prozent am globalen Handel von Erdgas.