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Schreckbrief

E.ON Briefe jagen ehemaligen Gaskunden Schrecken ein

E.ON Hanse versendet offenbar seit Ende Juli Briefe an ehemalige Kunden, die zu großen Unsicherheiten führen. Den Kunden wird ein fehlender Energieliefervertrag unterstellt, womit sie angeblich eine teure Ersatzversicherung zu zahlen hätten, teilt der neue Versorger Wemag mit.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Schwerin/ Hamburg (red) – Ehemalige Kunden des Gasanbieter E.ON Hanse Vertrieb GmbH sind irritiert durch den Erhalt von Briefen, die den Kunden unterstellen, einen Vertrag über eine teure Ersatzversorgung zu haben. Tatsächlich aber sind die Kunden überzeugt, einen günstigeren Vertrag mit der Wemag abgeschlossen zu haben. Zu Recht, wie sich laut Wemag herausstelle: "In allen bisher gemeldeten Fällen liegt eine gültige Bestätigung des Gasnetzbetreibers vor, die Belieferung erfolgt also durch die Wrmag", so Raymund See, Vertriebsleiter des Versorgers.

Tausende Kunden betroffen

Die Beschwerden und Berichte aufgrund der E.ON Briefe gingen mittlerweile in die Tausende und beträfen Kunden nach dem Gasanbieterwechsel aus den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Mitarbeiter der Wemag seien unter Druck geraten, dem großen Ansturm Stand zu halten: "Bei uns haben allein in den vergangenen Stunden Hunderte Kunden angerufen, die sich durch diese Schreiben von E.ON Hanse verunsichert fühlen", berichtete Raymund See weiter.

Der Hintergrund

Seitdem zirka 15.000 Kunden vom Gasanbieter E.ON Hanse gekündigt worden waren, wechselten einige zur Wemag, welche derzeit auch rechtliche Schritte gegen den Wettbewerber prüft. In den aktuellen Fällen könnte es Überschneidungen beim Übertragen der Datensätze gegeben haben, wie man es beispielsweise auch von einem Wechsel des Telefonanbieters kennt.