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Preiserhöhungen

E.on nimmt Rechtsmittel gegen Gaspreis-Urteil zurück (Upd.)

Das Hanseatische Oberlandesgericht hatte vor drei Monaten die Gaspreiserhöhungen der vergangenen sieben Jahre von E.on Hanse für unwirksam erklärt und damit einer Sammelklage von 53 Gaskunden aus dem Jahr 2005 stattgegeben. Jetzt teilte die Verbraucherzentrale Hamburg mit, dass E.on auf Rechtsmittel dagegen verzichte.

Justiz© liveostockimages / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Das Gericht hatte ebenfalls entschieden, dass sich E.on Hanse nicht mit Vertragskündigungen gegen Kundenwidersprüche wehren dürfe. Gegen die Entscheidung war Revision möglich - doch am 30. April wurde bekannt, dass E.on die am 22. März 2013 vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht verhandelte Berufung zurücknehmen will. Die Verbraucherschützer verbuchen die Entscheidung als großen Erfolg.

Welche Kunden jetzt profitieren

"Nach fast acht Jahren geht der längste und einer der wichtigsten Prozesse der Verbraucherzentrale Hamburg zu Ende", sagte Geschäftsführer Günter Hörmann. Von dem Urteil profitierten auch Kunden, die gegen die Preiserhöhung Widerspruch eingelegt und den neuen Gaspreis nur unter Vorbehalt gezahlt hätten. Sie hätten nach dem jetzigen Urteil einen Erstattungsanspruch gegen E.on, rückwirkend für drei Jahre.