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Verkauft

E.ON Ruhrgas ist nicht mehr an Gazprom beteiligt

E.ON Ruhrgas verkauft nach über zehn Jahren als größter ausländischer Aktionär seine Anteile am russischen Energieriesen Gazprom. Der Anteil von 3,5 Prozent wurde für 3,4 Milliarden Euro verkauft. 2,7 Prozent gingen demnach an die staatliche russische Vnesheconombank, der Rest wurde über die Börse verkauft.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Moskau (afp/red) - Zuletzt hatte E.ON Ruhrgas seinen Gazprom-Anteil bereits von 6,5 Prozent auf 3,5 Prozent reduziert. Ein Grund dafür sei ein Strategieschwenk des Konzerns, der sich in Zukunft stärker auf aufstrebende Märkte in Südamerika und Asien konzentrieren will. Die Russland-Strategie solle sich indes nicht ändern.

Auch an der Partnerschaft mit Gazprom soll sich laut E.ON nichts ändern. Das Unternehmen verwies darauf, durch die Beteiligung an mehreren Großprojekten eng mit dem Konzern verbunden zu sein; dazu gehören die Ausbeutung eines riesigen Erdgasfelds in Westsibirien oder der Bau der Gas-Pipeline Nord Stream am Grund der Ostsee.

Bei beiden Projekten hatte es E.ON in den vergangenen Jahren aber hinnehmen müssen, dass die BASF-Tochter Wintershall ebenfalls gleich stark beteiligt wurde. BASF hatte sich zwar niemals direkt bei Gazprom eingekauft. Allerdings hatte Wintershall dem russischen Energieriesen über das Joint Venture Wingas erlaubt, sein Erdgas in Deutschland zu vertreiben.