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Im Zeitplan

EEX startet Gashandel an zwei Handelspunkten

Die Leipziger Energiebörse European Energy Exchange (EEX) befindet sich nach eigenen Angaben mit ihren Vorbereitungen zur Einführung des börslichen Gashandels auf Plankurs. Der Handelsstart ist für Beginn des neuen Gasjahres am 1. Oktober 2007 in den Marktgebieten BEB und E.ON Gastransport vorgesehen.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Leipzig/Essen (red) – Die Wahl der beiden Marktgebiete BEB und E.ON Gastransport – letzteres wird aus der Verschmelzung der drei E.ON H-Gas-Marktgebiete Nord, Mitte und Süd per 1. Oktober 2007 gebildet – basiert nach Worten des EEX-Vorstandsvorsitzenden Hans-Bernd Menzel auf einer eingehenden Analyse und einer Umfrage unter potentiellen Handelsteilnehmern.

Die von der EEX bei PricewaterhouseCoopers (PwC) in Auftrag gegebene Studie nennt wesentliche Auswahlkriterien für den börslichen Gashandel. Dazu gehören neben der Konzentration auf maximal zwei Handelspunkte und der Verfügbarkeit von Speicherleistung in den Marktgebieten auch die Einbindung von wichtigen Import- und Exportpunkten. Zudem sollte es sich laut der Studie um H-Gas-Marktgebiete handeln, bei denen bereits eine "gewisse Grundliquidität" gegeben sei. Auf dieser Grundlage boten sich die Marktgebiete der E.ON Gastransport und der BEB an. "Diese beiden Marktgebiete umfassen zirka 60 Prozent des Transportvolumens des deutschen H-Gasmarktes, wobei auf E.ON Gastransport rund 45 Prozent und auf BEB 15 Prozent entfallen", erläutert Menzel.

Die EEX will parallel mit Spot- und Terminmarkt starten. Durch die Entscheidung der Bundesnetzagentur für das Zwei-Vertrags-Modell ist eine erfor-derliche Mindestvoraussetzung für die Liquidität bereits erfüllt. Die Entkopplung von Gas-Durchleitung und Gas als Handelsprodukt führe schließlich zu mehr Preistransparenz.

Gestartet wird im Spotmarkt mit Day-Kontrakten und Weekend-Kontrakten, während am Terminmarkt physische Futures mit einer Laufzeit von bis zu sechs Jahren (Monat, Quartal und Jahr) gehandelt werden. Bereits sieben Unternehmen haben sich laut EEX bereit erklärt, als Market Maker zu agieren und die anfänglich benötigte Liquidität für alle aufgelegten Produkte zu sichern.

"Unser Ziel ist es, Gas als zweites Standbein neben Strom an der Börse zu etablieren. Kohle und CO2 ergänzen die Produktpalette", gibt Menzel die Richtung vor.

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