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Energieeffizienz

Eine Hybridheizung speichert Wärme auf Vorrat

Mit einer so genannten Hybridheizung können verschiedene Systeme zur Wärmeerzeugung miteinander kombiniert werden, was insbesondere in den Übergangsmonaten zu Einsparungen führt. Der Umbau einer bestehenden Anlage lässt sich in mehreren Schritten und auf verschiedene Arten umsetzen.

Heizungsanlage© R.R. Hundt / Fotolia.com

Berlin (red) - Steigende Energiekosten und die Unsicherheit bezüglich der Energiewende beschäftigen die Verbraucher. Wenn es um die Wärmeversorgung geht, werden Themen wie Klimaverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit oder Wohnqualität immer wichtiger. Diesen Bedürfnissen wird eine moderne Hybridheizung gerecht, mit der verschiedene Systeme zur Wärmeerzeugung energiesparend kombiniert werden können. Die Hybridsysteme, die Wärme speichern, können sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung bestehender Heizungsanlagen genutzt werden. Informationen zu Einsatzmöglichkeiten von Hybridheizungen und staatlichen Fördermitteln erhalten Verbraucher auf dem Portal intelligent-heizen.info, das vom "Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik" betrieben wird.

Hybridheizung als zentraler Wärmespeicher

Im Mittelpunkt des Hybridsystems steht der zentrale Wärmespeicher, in den beispielsweise Wärmequellen wie Solarkollektoren, fossil beheizte Heizungen, wasserführende Holzöfen oder Wärmepumpen überschüssige Wärme einspeisen. Der großvolumige Pufferspeicher wird so zur Wärmequelle für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung. Erst wenn im Wärmespeicher eine bestimmte Temperatur unterschritten wird, übernimmt der Heizkessel die Wärmeerzeugung. Insbesondere in den Übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst könne so ein Großteil des Energiebedarfs regenerativ erzeugt werden, was den Heizölverbrauch bis zu einem Drittel senke.

Drei Schritte zur Hybridheizung

Am Anfang steht die gründliche Inspektion der bestehenden Heizungsanlage mit dem standardisierten Heizungs-Check, um mögliche Schwachstellen der Heizungsanlage aufzufinden. Danach wird der Sanierungsfahrplan erstellt. Er zeigt die optimale Ergänzung des im Idealfall bereits installierten Öl- oder Gasbrennwertkessels zum Hybridsystem durch zusätzliche Wärmeerzeuger auf, die in einem oder mehreren Schritten umgesetzt werden kann. Als Wärmequellen für typische Hybridlösungen können Solarthermie-Anlagen, Kaminöfen mit Wassertasche oder Wärmepumpen genutzt werden. Hierbei muss beachtet werden, dass der Wärmespeicher für alle späteren Wärmeerzeuger vorgesehen wird. An letzter Stelle stehen der Kostenüberblick der Maßnahme und die Prüfung der nutzbaren Förderprogramme. Der Einsatz erneuerbarer Energien wird zum Beispiel im Rahmen des Marktanreiz-Programms der Bundesregierung gefördert.