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Europa

Energieintensive Industrie produziert weniger CO2

Der Emissionshandel in Europa soll reformiert werden, weil die Zertifikate für den Ausstoß von CO2 noch zu günstig sind. Ein Anreiz für die Einsparung ist durch die Verschmutzungsrechte anscheinend dennoch gegeben: Bei den Unternehmen, die daran teilnehmen, ist der CO2-Ausstoß zurückgegangen.

Energiewirtschaft© mmmx / Fotolia.com

Brüssel (dpa/red) - Die europäische Industrie hat im vergangenen Jahr 4,5 Prozent weniger Treibhausgas verursacht als noch 2013 - das gilt zumindest für jene Unternehmen, die am europäischen Emissionshandel teilnehmen. Das geht aus Daten hervor, die die Brüsseler EU-Kommission am Montag präsentierte.

Für den CO2-Ausstoß zahlen

Beim Emissionshandel müssen Unternehmen Rechte zum Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) vorweisen. Sie können nach Bedarf untereinander mit diesen Zertifikaten handeln. Abgedeckt werden dabei rund 11.000 Anlagen sowie Flüge innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, zu dem neben den EU-Staaten auch Island, Norwegen und Liechtenstein gehören.

Verschmutzungsrechte sind zu billig

Die Teilnehmer - neben Fluggesellschaften auch Kraftwerke und energieintensive Unternehmen - sind zusammen für ungefähr 45 Prozent des Ausstoßes an Treibhausgasen in Europa verantwortlich. Um das Klima zu schonen, sinkt die Zahl verfügbarer Verschmutzungsrechte nach und nach.

Doch derzeit mangelt es der Wirtschaft an Anreizen zum CO2-Sparen, weil die Verschmutzungsrechte sehr billig zu haben sind. Die EU hat deren Zahl deshalb bereits vorübergehend verknappt und arbeitet auch an einer grundlegenderen Reform des Systems.

Quelle: DPA