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Gegen Korruption

Energiekonzerne auf dem Weg zu mehr Transparenz

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International hat die Öl- und Gaskonzerne aufgefordert, sich in den rohstoffreichen, aber armen Ländern mehr im Kampf gegen die Korruption zu engagieren. Nicht genügend Unternehmen würden öffentlich machen, was sie an Regierungen zahlen.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Berlin (apf/red) - Zwei Drittel der Armen weltweit lebten in rohstoffreichen Ländern, und sie hätten ein Recht darauf zu erfahren, wieviel Geld ihre Regierungen den Unternehmen für die Ausbeutung der Rohstoffe zahlten, erklärte Transparency International am Dienstag in Berlin. Die Transparenz nehme zwar zu, und das sei gut. Doch noch immer veröffentlichen zu wenig Unternehmen, was sie den Regierungen in den Ländern zahlten, in denen sie Geschäfte machen.

Auf dem Weg der Besserung

Transparency International untersuchte die öffentlich zugänglichen Angaben von 44 Konzernen zu ihren Anti-Korruptions-Programmen und zu den Geschäftsergebnissen in unterschiedlichen Ländern. In diesem Jahr fielen laut der Organisation nur acht Unternehmen durch, weil sie gar keine Angaben zu Anti-Korruptions-Maßnahmen machten. 2008 waren es noch 21 von den damals untersuchten 42 Konzernen.

An der Börse notierte Unternehmen sind wegen der Berichtspflichten transparenter als nicht notierte Firmen, heißt es im Bericht von Transparency International. Die multinationalen Konzerne sind demnach offener als nationale.