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Gaspipeline

Energiekonzerne besiegeln South-Stream-Projekt

Die drei europäischen Energiekonzerne Wintershall aus Deutschland, Eni aus Italien und EDF aus Frankreich haben am Freitag einen Aktionärsvertrag mit dem russischen Gasriesen Gazprom zum Bau der Pipeline South Stream unterzeichnet. Diese soll Gas aus Russland unter Umgehung der Ukraine transportieren.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Moskau (afp/red) - Die geplante Pipeline seien nicht nur strategisch wichtig, sondern auch ein gutes Geschäft, erklärte South-Stream-Chef Marcel Kramer in Moskau. Die 3600 Kilometer lange South Stream soll einmal Erdgas von Russland über das Schwarze Meer nach Bulgarien und von dort in zwei Leitungen bis nach Österreich und Italien bringen.

Umgehung der Ukraine

Indem die Leitung rund 900 Kilometer durch das Schwarze Meer führt, wird die Ukraine umgangen. Ende 2015 soll das erste Gas beim Verbraucher ankommen. An dem Konsortium ist Gazprom mit 50 Prozent beteiligt, Eni hält 20 Prozent, die BASF-Tochter Wintershall und EDF jeweils 15 Prozent. Gegründet worden war das Projekt von Gazprom und Eni, dann kamen Wintershall und EDF dazu.

South Stream steht in Konkurrenz zur geplanten Pipeline Nabucco. Sie soll Gas aus dem Kaukasus über die Türkei nach Europa leiten - und damit Russland umgehen.