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Wirtschaftskrise

Energieverbrauch in Deutschland weiter rückläufig

Der schleppende Konjunkturverlauf hinterlässt weiterhin deutliche Spuren beim Energieverbrauch in Deutschland. Vor allem der Verbrauch an Erdgas und Steinkohlen sowie verschiedene Mineralölprodukte ist infolge der Rezession besonders rückläufig.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Berlin/Köln (red) - Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag der Verbrauch an Primärenergieträgern in den ersten neun Monaten 2009 um 6,4 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet die AGEB angesichts einer leichten konjunkturellen Erholung mit einem Minus von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Erdgasverbrauch ging um rund 7 Prozent zurück, vornehmlich infolge verminderter Nachfrage aus der Industrie sowie eines geringeren Einsatzes in der Stromerzeugung. Der Verbrauch der privaten Haushalte nahm dagegen infolge deutlich niedrigerer Temperaturen leicht zu.

Der Verbrauch an Steinkohle verminderte sich um rund 22 Prozent, der Verbrauch an Braunkohlen sank um 3 Prozent. Die Stromerzeugung aus Kernkaft verringerte sich um rund 10 Prozent. Wasserkraftwerke produzierten knapp 10 Prozent weniger Strom. Die Stromerzeugung der Windkraftanlagen sank um 12,5 Prozent. Insgesamt konnten die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zur Deckung des Energieverbrauchs in Deutschland um rund 2 Prozent erhöhen. Wesentlich dazu bei trug der höhere Anteil der Biokraftstoffe.