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07.10.2008, 10:50 Uhr

Gas-News

Streit um überhöhte Preise

E.ON-Gesellschaften zahlen Gas-Kunden Geld zurück

Mehrere regionale Gasversorger des Energieriesen E.ON zahlen ihren Kunden Geld zurück. Im Streit mit dem Bundeskartellamt um überhöhte Preise habe der Konzern nun finanzielle Zusagen gemacht. So wird die geplante Preiserhöhung um zwei Monate verschoben und Kunden erhalten auf der nächsten Rechnung eine Gutschrift.

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Bonn (AFP/sm) - Die E.ON-Töchter verschieben ihre seit längerem geplante Preiserhöhung von Oktober auf Dezember; zudem sollen die Kunden mit der kommenden Abrechnung einen Bonus von durchschnittlich 35 Euro bekommen.

Im Gegenzug stellte das Bundeskartellamt seine Ermittlungen gegen die Regionalversorger ein. Betroffen sind Eon Avacon in Niedersachsen, Eon Bayern, Eon edis in Brandenburg, Eon Hanse, Eon Mitte in Nordhessen und Eon Thüringer Energie.

Weitere Verfahren wegen überhöhter Gaspreise laufen

Das Bundeskartellamt hatte im März Verfahren gegen 35 regionale Gasversorgungsunternehmen wegen des Verdachts auf überhöhte Preise für Haushalte und Gewerbekunden eingeleitet. Die Preise der E.ON-Gesellschaften, mit denen das Kartellamt nun eine Einigung erzielte, liegen der Behörde zufolge im Mittelfeld dieser Unternehmen. Das Kartellamt und E.ON haben den Angaben zufolge "weiter unterschiedliche Auffassungen in der Sache". Die Einigung sei aber "zur Vermeidung langwieriger Rechtsstreitigkeiten" erfolgt.

Geld
(Foto/Abb.: Fotolia.de)
Weitere Ergebnisse der übrigen laufenden Verfahren will die Behörde "in Kürze" bekanntgeben. Betroffen waren von dem Missbrauchsverfahren nach Angaben von März rund vier Millionen Gaskunden.

Das Verfahren war auf Basis des vor knapp einem Jahr vom Bundestag beschlossenen neuen Wettbewerbsrechts eingeleitet worden, demnach das Kartellamt nun Strom- und Gaspreise leichter prüfen darf, wenn es vermutet, dass ein Unternehmen zu viel verlangt. Behauptet ein Konzern das Gegenteil, muss er seine Kalkulation offen legen. Bisher mussten Verbraucher nachweisen, dass ihre Gaspreise zu hoch sind, was meist aussichtslos war.

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