Startseite
Gasleck brennt

Erdgas-Bohrinsel im Kaspischen Meer evakuiert

Wegen eines brennenden Gaslecks hat der aserbaidschanische Energiekonzern Socar eine Plattform im Kaspischen Meer evakuiert. Alle Arbeiter seien in Sicherheit, teilte das Staatsunternehmen am Sonntag dem Internetportal contact.az zufolge mit. Am Unfallort rund 80 Kilometer vor der Hauptstadt Baku seien Löschschiffe im Einsatz.

Erdöl

Baku/Moskau (dpa/red) - Die Bohrinsel steht über dem sogenannten Bulla-Deniz-Feld. Die See ist hier gut 26 Meter tief. Die angebohrten Vorkommen befinden sich fast sechs Kilometer unter dem Meeresgrund.

Update: Maßnahmen und Einschätzung

Mit Löschschiffen und spezieller Technik haben Rettungskräfte auch am Montag das Gasleck bekämpft. Die Kaukasusrepublik habe ein Hilfsangebot des britischen Energiekonzerns BP akzeptiert, der große Erfahrung mit solchen Notfällen besitze, sagte Präsident Rownag Abdullajew vom staatlichen Energiekonzern Socar am Montag örtlichen Medien zufolge in der Hauptstadt Baku.

Gründe für die Panne seien unter anderem eine Erhöhung des Drucks sowie eine plötzliche Gas-Eruption, sagte Abdullajew. Ein solcher Unfall sei selten, meinte der Leiter des aserbaidschanischen Erdöl-Zentrums, Ilcham Schaban. "Es geht nun darum, schnell das Richtige zu tun", sagte der Experte dem Internetportal Kawkaski Usel.

Aserbaidschan ist reich an Bodenschätzen

Beim Ringen um Erdgas aus der autoritär regierten Kaukasus-Republik hatte das EU-unterstützte Nabucco-Projekt vor kurzem eine Niederlage erlitten. Das Konsortium Shah Deniz II unter Führung von BP hatte sich für die Trans-Adria-Pipeline (TAP) entschieden, durch das von 2019 an Gas nach Westeuropa strömen soll.

Quelle: DPA