Startseite
Bei Reinigungsarbeiten

Erdgasförderung: Erneut Quecksilber in Boden gelangt

Im Landkreis Rotenburg ist erneut im Zusammenhang mit den dort durchgeführten Erdgasbohrungen Quecksilber ins Erdreich gelangt. Nachdem bereits 2007 Lagerstättenwasser Boden und Grundwasser mit Quecksilber belastet hatte, gelangten Ende 2010 bei Reinigungsarbeiten Chemikalien in den Boden.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Hannover (dapd-nrd/red) - Wie das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) am Montag in Hannover mitteilte, gelangte die Chemikalie bei Reinigungsarbeiten von Anlagenteilen zwischen Oktober und Dezember 2010 in den Boden.

Keine Folge von Fracking

Auf dem Fördergelände des Unternehmens RWE Dea AG bei Hemsbünde wurden Behördenangaben zufolge nicht mehr benötigte Wärmetauscher gereinigt. Das darin abgelagerte Quecksilber falle bei der Erdgasförderung an und stamme aus den Lagerstätten. Es sei natürlichen Ursprungs und nicht die Folge eines "Fracking" genannten Bohrverfahrens, bei dem Chemikalien in den Boden gepresst werden. Bei der Reinigung der Bauteile mit Wasser sei trotz Schutzvorrichtungen Quecksilber ins Erdreich gelangt.

Proben werden derzeit analysiert

Der Energiekonzern habe das LBEG Anfang Januar über den Zwischenfall informiert. Mittlerweile sei der belastete Boden entfernt worden. Um die Belastung näher zu bestimmen, wurden den Angaben zufolge in der vergangenen Woche 50 Proben genommen, die derzeit analysiert werden.

In der vergangenen Woche war bekanntgeworden (zur Meldung), dass 2007 in Niedersachsen unter anderem mit Quecksilber belastetes Lagerstättenwasser aus einer undichten Rohrleitung der Firma Exxon Mobil ins Erdreich gelangt war und den Boden verseucht hatte.