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Spanien

Erdgaslager wahrscheinlich Grund für Erdbebenserie

Ein unterirdisches Erdgaslager hat nach Ansicht von Experten eine Serie von Erdbeben ausgelöst, die die ostspanische Mittelmeerküste im Herbst 2013 erschüttert hatte. Mehrere Hundert Beben hatte es im September gegeben, die Stärke lag bei 4,1 bis 4,2. Das Einpumpen von Erdgas in den Speicher wurde damals vorerst gestoppt.

Gaspreise© C Barhorst / Fotolia.com

Madrid (dpa/red) - Die Erdstöße hätten in einem direkten Zusammenhang mit dem Erdgaslager gestanden, heißt es in einem Gutachten des Nationalen Geografie-Instituts (IGN), das der Parlamentsabgeordnete Ricardo Sixto am Montag der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Unbekannte Gesteinsverwerfung

Das Einpumpen von Erdgas in die Lagerstätte in einem früheren Erdölreservoir habe die Beben an einer Gesteinsverwerfung ausgelöst, die bislang nicht bekannt gewesen sei. Diese Verwerfung sei bei der Genehmigung des Projekts nicht berücksichtigt worden.

Mehr als 400 Erdbeben

In den ostspanischen Provinzen Castellón und Tarragona waren im September mehr als 400 Erdbeben registriert worden. Zwei davon hatten eine Stärke von 4,1 und 4,2. Es entstanden keine größeren Schäden, aber in der Bevölkerung breitete sich Angst aus.

Die spanische Regierung hatte damals angeordnet, das Einpumpen von Erdgas vorerst zu stoppen. Madrid muss noch entscheiden, ob das Vorhaben, dessen Kosten auf 1,3 Milliarden Euro beziffert wurden, fortgesetzt oder aufgegeben wird.

Quelle: DPA

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