Startseite
Befristet

Erdgaslieferungen durch Ostseepipeline gestoppt

Durch die deutsch-russische Ostseepipeline fließt die nächsten zwei Wochen kein Erdgas mehr. Die Ventile der Anlandestationen Portowaja und Lubmin seien am Sonntag wie angekündigt geschlossen worden, bestätigte ein Sprecher des Betreiberkonsortiums Nord Stream der Nachrichtenagentur dapd.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Lubmin (dapd/red) - Die befristete Abschaltung der Lieferungen durch die Ostseepipeline sei erforderlich, um ein vollautomatisches Kontrollsystem für die Zwillingsleitungen zu installieren. Die Kunden seien über den zeitweiligen Lieferstopp informiert worden. Ende April werde die Lieferung durch den Strang wieder aufgenommen.

Unterdessen gehen die Verlegearbeiten für den zweiten Leitungsstrang in die Endphase. Die letzten 29 Kilometer würden gegenwärtig von einem Spezialschiff südlich der schwedischen Insel Gotland verlegt, sagte der Sprecher. Voraussichtlich Mitte Mai werden die drei am Meeresboden abgelegten Leitungsabschnitte verschweißt. Dabei kommt das 157 Meter lange Spezialschiff "Skandi Arctic" zum Einsatz, das in den nächsten Tagen in Norwegen für diesen Einsatz ausgerüstet wird.

Zweiter Strang soll Ende 2012 in Betrieb gehen

Der Testbetrieb für den zweiten Strang soll im Sommer dieses Jahres beginnen. Die Inbetriebnahme ist plangemäß zum Jahresende vorgesehen. Dann sollen in den nächsten 50 Jahren bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas pro Jahr nach Europa fließen.