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Ohne Fracking

Erdgassuche in Thüringen wird wahrscheinlicher

Im Norden Thüringens könnte das Unternehmen BNK Deutschland in absehbarer Zeit mit der Suche nach Erdgas beginnen. Die Firma habe nun einen Betriebsplan für seismische Messungen im Unstrut-Hainich-Kreis und angrenzenden Gebieten vorgelegt, erklärte das Thüringer Landesbergamt am Dienstag in Gera.

Gasflamme© klikk / Fotolia.com

Gera/Mühlhausen/Frankfurt (dapd/AFP/red) - Mit den Messungen wolle das Unternehmen Informationen über mögliche konventionelle Erdgasvorkommen in der Gegend erhalten. Das so genannte Fracking-Verfahren will BNK bei der Erdgassuche nicht zum Einsatz bringen, wie das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt hatte.

Warum Fracking umstritten ist

Beim Fracking werden enorme Wassermengen mit Chemikalien und Sand vermischt und unter sehr hohem Druck in Gas enthaltende Gesteinsschichten geleitet. Kern der Technik ist, Flüssigkeit ins Gestein zu pressen und dadurch Druck zu erzeugen. Dadurch sollen Öl und Gas freigesetzt werden. Von großer Bedeutung sind horizontale Bohrungen, mithilfe derer seitwärts innerhalb einzelner Gesteinsschichten gebohrt werden kann. Kritiker bemängeln unter anderem den Einsatz von Chemikalien. Die Substanzen könnten durch undichte Stellen ins Erdreich eindringen. Daneben stellen Bohranlagen für Kritiker einen Eingriff in die Natur dar.

Antrag soll bis Ende Februar entschieden werden

Derzeit haben betroffene Landratsämter und Gemeinden die Möglichkeit, sich zu den Plänen zu äußern. Bis Ende Februar will das Landesbergamt über den Antrag des Unternehmens entscheiden.