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Nord-Sinai

Erneut Bombenanschlag auf ägyptische Gaspipeline

Saboteure haben am Montag auf der Sinai-Halbinsel einen Bombenanschlag auf eine ägyptische Gaspipeline verübt, durch die Gas nach Israel und Jordanien transportiert wird. Nach Angaben von Behördenvertretern löste eine ferngezündete Bombe die Explosion aus.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Kairo (afp/red) - Kurz zuvor sei ein parkendes Auto nahe der Pipeline gesehen worden. Die Gaslieferungen nach Jordanien und Israel seien durch den Anschlag unterbrochen worden. Nach Angaben von Augenzeugen stiegen nach der Explosion etwa zehn Meter hohe Flammen auf. Angaben über mögliche Verletzte gab es zunächst nicht.

Dritter Anschlag seit Mubaraks Sturz

Der Anschlag ereignete sich in der Gegend von Bir el Abd im Norden des Sinai, 80 Kilometer von der Stadt El Arisch entfernt. Die Feuerwehr war im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Es war der dritte Anschlag auf eine ägyptische Gaspipeline seit dem Sturz von Ägyptens Staatschef Husni Mubarak im Februar. Jordanien und Israel beziehen große Mengen Erdgas aus Ägypten, um damit Strom zu produzieren. In Ägypten ist die Versorgung Israels mit Gas umstritten. Die neue ägyptische Führung hatte im April angekündigt, alle Verträge über Gaslieferungen ins Ausland zu überprüfen.