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Umweltschutz

EU-Staaten beschließen Reform des CO2-Handels

Die EU-Umweltminister haben der Verknappung der CO2-Rechte endgültig zugestimmt. Rund 1,5 Milliarden der Verschmutzungszertifikate sollen vom Markt genommen werden. Damit dürften die Rechte teurer werden und den Unternehmen wieder als Anreiz dienen, in klimaschonende Technologien zu investieren.

CO2-Ausstoß© ollirg / Fotolia.com

Brüssel (dpa/red) - Die kurzfristige Reform des europäischen CO2-Handels ist endgültig beschlossene Sache. Die EU-Umweltminister stimmten dem Vorhaben am Freitag in Brüssel zu. Beim Emissionshandel können Unternehmen untereinander nach Bedarf mit Rechten zum Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) handeln. Die Reform soll diese Rechte verknappen.

CO2-Rechten sollen um 1,5 Milliarden verknappt werden

Von 2019 an sollen etwa 1,5 Milliarden CO2-Rechte in eine Art Ablage geschoben und so dem Markt entzogen werden. Die Verknappung dürfte zu steigenden Preisen führen und damit den Unternehmen mehr Anreize für Investitionen in klimaschonende Technologien geben. Eine grundlegendere Reform des Systems ist ebenfalls geplant, über sie wird derzeit verhandelt.

Bei dem Treffen wollten die Umweltminister außerdem ein Verhandlungsmandat für die internationale Klimakonferenz Ende des Jahres in Paris beschließen.

Quelle: DPA