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Klimagase

EU verringert Kohlendioxid-Ausstoß - Anstieg in Deutschland

In Europa hat sich der Ausstoß an Kohlendioxid 2016 im Vergleich zum Vorjahr etwas verringert. Betrachtet man die einzelnen Länder, ist die Entwicklung aber sehr unterschiedlich. In Deutschland etwa stieg der CO2-Ausstoß an.

CO2© designeo / Fotolia.com

Luxemburg - Der Ausstoß von Kohlendioxid aus der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl in der Europäischen Union ist 2016 um 0,4 Prozent zurückgegangen. Dies meldete das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag unter Berufung auf eine Schnellschätzung. In Deutschland stieg der Wert allerdings um 0,7 Prozent. Vergleichswert ist jeweils das Vorjahr.

Es geht um eines der wichtigsten Klimagase: CO2 aus fossilen Brennstoffen macht rund 80 Prozent der gesamten Treibhausgase in der EU aus. Diese werden für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht.

Unterschiedliche Entwicklungen in der EU

Die Entwicklung ist in den 28 EU-Staaten sehr unterschiedlich. Malta verringerte seinen Ausstoß binnen Jahresfrist um 18,2 Prozent, Bulgarien um 7,0 Prozent. Finnland verzeichnet hingegen einen Anstieg um 8,5 Prozent, Zypern um 7,0 Prozent.

Was beeinflusst den CO2-Ausstoß?

Der CO2-Ausstoß wird von etlichen Faktoren beeinflusst, vor allem von der Konjunktur, aber auch davon, ob der Winter kalt oder mild ist. Bei der Statistik fällt zudem ins Gewicht: Werden importierte Brennstoffe im eigenen Land verfeuert, treibt dies die Emissionen in die Höhe. Wird hingegen Strom importiert - auch wenn er aus schmutziger Kohle stammt -, schlägt das nicht im Importland zu Buche.

Quelle: DPA