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Rückzahlung angekündigt

EWE gibt im Streit um Vertragsklauseln nach

Gasanbieter EWE hat nun das Urteil des Bundesgerichtshofs zu den umstrittenen Preisanpassungsklauseln akzeptiert. Konzernchef Brinker kündigte Kunden eine Rückzahlung an. Wie und in welcher Höhe diese Rückzahlung erfolgen soll, steht aber noch nicht fest. Die geplante Lösung soll einem Großteil der EWE-Kunden zugute kommen.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Oldenburg (red) - Der Gasanbieter EWE hat im Streit um das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) eingelenkt. Dies berichtet NWZ online. Es ging dabei um Preisanpassungsklauseln, die der BGH Mitte Juli für unzulässig erklärt hatte. Auch die Verbraucherzentrale hatte Kunden geraten, Widerspruch einzulegen.

Kunden sollen Geld zurückbekommen

Nach der Sitzung des Aufsichtsrats der EWE Energie AG am Montag kündigte Werner Brinker, Konzernchef des Oldenburger Versorgers, eine "kundenfreundliche Lösung" an. Auf die Frage, ob Kunden Geld zurückerhalten, sagte Brinker der NWZ: "Ja, das könnte das Ergebnis des Lösungsvorschlages sein." Wie hoch die Rückzahlung sein soll, ist aber noch unklar. Bis zum Spätsommer soll ein Vorschlag erarbeitet werden, auch die EnBW als Aktionär soll daran beteiligt werden. Ziel sei eine Lösung, die Rechtssicherheit schaffe und sowohl die Interessen der Kunden als auch der EWE berücksichtige.

Gasanbieter möchte keine Rechtsstreitigkeiten

Die geplante Lösung betrifft einen großen Teil der Kunden der EWE. Rund 85 Prozent sind sogenannte Normsonderkunden. Brinker betonte ausdrücklich, dass die geplante Lösung für alle diese Kunden gelte, also auch für diejenigen, die sich nicht beschwert hätten. "Wir haben kein Interesse daran, mit einer Vielzahl unserer Kunden Rechtsstreitigkeiten zu führen", so Brinker.