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Klimaforschung

Experten: Kohlenutzung birgt immense Gefahren

Von der Kohlenutzung raten Klimaexperten trotz technologischer Fortschritte vehement ab. Auch bei den effizientesten Werken wäre der CO2-Ausstoß 15-mal höher als bei der Gewinnung aus erneuerbaren Energien. In Warschau findet parallel zur Klimakonferenz der Kohlegipfel statt.

CO2 Aussstoß© claffra / Fotolia.com

Warschau (dpa/red) - Der Trend zur Kohlenutzung führt nach Ansicht renommierter Klimaforscher zu einer Gefahr, "die über alles hinaus geht, was die Menschheit während ihrer gesamten Existenz auf diesem Planeten bisher erlebt hat". In einer gemeinsamen Erklärung widersprachen die 27 Klima- und Energieexperten aus Deutschland, den USA, Japan, Frankreich, Brasilien und anderen Staaten der Behauptung, dass sich das Klima-Problem mit emissionsarmen Kohleverbrennungstechnologien lösen lasse.

15-mal mehr CO2

Unter den deutschen Unterzeichnern sind die Professoren Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. "Selbst die effizientesten kohlebefeuerten Kraftwerke stoßen etwa 15-mal mehr Kohlendioxid pro Kilowattstunde aus als erneuerbare Energiesysteme und mehr als zweimal so viel wie effiziente gasbefeuerte Anlagen", hieß es in der in Warschau veröffentlichten Stellungnahme. In der polnischen Hauptstadt begann am Montag eine internationale Kohlekonferenz. Bereits seit einer Woche tagt ebenfalls in Warschau die UN-Klimakonferenz.

Quelle: DPA