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19.03.2010, 09:43 Uhr

Gas-News

Erklärung

Experten sehen mittelfristig keinen Erdgas-Engpass

Ein Versorgungsengpass beim Import von russischem Erdgas ist nach Einschätzung von Experten mittelfristig nicht zu erwarten. Die Teilnehmer der 3. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz widersprachen damit am Donnerstag Prognosen, wonach die Erdgasvorräte in Russland in 20 Jahren ausgeschöpft sein könnten.

Freiberg (ddp/red) - Zu dem Treffen waren rund 200 Experten aus beiden Ländern in die sächsische Stadt Freiberg gekommen.

Schirmherr Klaus Töpfer, der zugleich Gründungsdirektor des Potsdamer Institutes für Klimawandel ist, betonte, dass Deutschland vor allem in Fragen der Energieeffizienz ein interessanter Partner für Russland bleibe. Töpfer verwies darauf, dass derzeit in Russland die reinen Netzverluste genauso groß sind wie die gesamte Stromproduktion der Kernkraftwerke zusammen.

Der Vorstandsvorsitzende des Leipziger Erdgasimporteurs Verbundnetz Gas AG (VNG), Klaus-Ewald Holst, räumte ein, dass es schwer sei, über den Zeitraum jenseits von 2030 nachzudenken. Er halte aber bis dahin Erdgas für einen umweltfreundlichen Energieträger, der ökologisch besser sei als die Holzverbrennung.

Am Rande der Konferenz schloss die TU Bergakademie Freiberg eine Absichtserklärung für eine wissenschaftlich-technologische Kooperation mit der russischen Energieregion Omsk ab. Dabei kommt Freiberg nach den Worten von Rektor Bernd Meyer die Schlüsselrolle zu. Ein Viertel der Freiberger Professoren pflege regelmäßige wissenschaftliche Kontakte zu Russland.

Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum wurde im Oktober 2006 von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin in Dresden gegründet und lädt als Dialogplattform zu Rohstoff-Konferenzen. Nach 2007 in Wiesbaden und 2009 in St. Petersburg sind 2010 Freiberg und Dresden die Gastgeberstädte. Am Abend sollte der Georgius-Agricola-Preis für herausragende Absolventen der TU Bergakademie Freiberg und des Staatlichen Bergbauinstitutes St. Petersburg verliehen werden.

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