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Vier von fünf Deutschen

Fast alle wollen strenge Regeln bei Schiefergasabbau

Für die Förderung von schwer zugänglichem Schiefergas mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Methode verlangt eine große Mehrheit der Deutschen strenge gesetzliche Auflagen. In einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) sprachen sich 79 Prozent für strikte Gesetze aus.

Fracking© VKU/regentaucher.com

Berlin (AFP/red) - VKU-Vizepräsident Michael Beckereit erklärte, der Gesetzgeber müsse dieses klare Votum der Öffentlichkeit ernst nehmen und den rechtlichen Rahmen für das Fracking "schnellstens" anpassen. Beim Fracking wird Flüssigkeit ins Gestein gepresst und dadurch Druck erzeugt, um Öl und Gas freizusetzen. Kritiker bemängeln unter anderem den Einsatz von Chemikalien, in denen sie eine Gefahr für das Trinkwasser sehen.

Trinkwasserschutz müsse obenan stehen

Der VKU-Vizepräsident forderte ein generelles Bohrverbot in wassersensiblen Gebieten, besonders in ausgewiesenen Schutzgebieten. Woanders müsse eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben sein. Auch die Entsorgung der eingesetzten Chemikalien müsse einbezogen werden. "Beim Trinkwasserschutz darf es keine Kompromisse geben".

Altmaier will Auflagen verschärfen

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hatte am Montag angekündigt, die Auflagen für das Fracking zu verschärfen. Er sehe nicht, dass die Metholde "auf absehbare Zeit irgendwo in Deutschland zur Anwendung kommt", sagte der Minister.

Quelle: AFP