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Brandgefahr

Flüssiggas: Behälter müssen sachgerecht gelagert werden

Die Hertener Stadtwerke weisen aus Anlass vermehrter Berichterstattung über schlimme Unfälle insbesondere mit Propan- oder Butangasflaschen darauf hin, dass Flüssiggasflaschen unbedingt richtig gelagert werden sollten. Die Brand- und Explosionsgefahr durch falsche Aufbewahrung sei hoch.

Gastank© Zeljko Radojko / Fotolia.com

Herten (red) - Die Winterkälte lässt viele zum Katalytofen – einem stromunabhängigen, mit Flüssiggas betriebenen Kompaktheizgerät - greifen, um Räume ohne Heizung aufzuwärmen. Damit es nicht zu Bränden oder verheerenden Explosionen kommt, sollten Nutzer auf die richtige Lagerung von Flüssiggasflaschen (beispielsweise Propan oder Butan) und damit auf bestimmte Sicherheitsvorkehrungen achten.

Nach Auskunft der Stadtwerke sollten Flüssiggasflaschen wegen der Brand- und Explosionsgefahr beispielsweise nicht in Räumen unter Erdgleiche (etwa Kellerräumen) gelagert werden - denn Flüssiggas ist schwerer als Luft. Auch Treppenräume, Flure, Durchgänge und Durchfahrten von Gebäuden sowie Flucht- und Rettungswege eigneten sich nicht zur Aufbewahrung.

Nur stehend und gut belüftet lagern

Darüber hinaus sei darauf zu achten, dass Gasflaschen nur stehend gelagert und benutzt werden dürfen. Bei der Nutzung von Katalytöfen müssen die Räume zudem ausreichend be- und entlüftet werden. Grundsätzlich ist das Lagern von Flüssiggasbehältern nicht an Orten erlaubt, an denen eventuell ausströmendes Gas nicht gefahrlos abfließen kann. Die Lagerräume dürfen weder Gruben, Kanäle oder Abflüsse zu Kanälen ohne Flüssigkeitsverschluss aufweisen. Der Grund: Flüssiggas ist im gasförmigen Zustand schwerer als Luft. Ausströmendes Gas sammelt sich am Boden und fließt nach unten und kann sich z.B. in Gruben, Kanälen oder Senken ansammeln.

Flüssiggas ist schwerer, Erdgas leichter als Luft

Obwohl Flüssiggas ein Geruchsstoff beigemischt ist, bleibt ausströmendes Gas oftmals unentdeckt. Flüssiggas ist brennbar und bildet mit Luft explosionsfähige Gemische. Dabei sind diese Gemische schon bereits ab einem Flüssiggasanteil von zirka zwei bis zehn Volumenprozent explosionsfähig und können durch Funken gezündet werden. Explosionen von Flüssiggas-Luftgemischen könnten überaus verheerend ablaufen.

Im Gegensatz zum Flüssiggas ist Erdgas leichter als Luft und damit frühzeitig bemerkbar. Dem Erdgas wird zur besseren Wahrnehmung ebenfalls ein Geruchsstoff beigefügt, so dass eine Erdgasleckage im Haus am Geruch zu erkennen ist. In diesen Fällen seien die Stadtwerke, also der örtliche Gasversorger, direkt zu alarmieren.