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Umwelt-Notstand

Frachter-Unfall gefährdet Galápagos

Die Galápagos-Inseln und deren einzigartiges Ökosystem sind noch immer durch einen auf Grund gelaufenen Frachter bedroht. Auf dem Schiff befinden sich Putzmittel und Öl und der Frachter droht bei deren Freilegung zu sinken. Die ecuadorianische Regierung hat den Umwelt-Notstand ausgerufen.

Schiff© Carabay / Fotolia.com

Quito (dpa/red) - Ein auf Grund gelaufenes Schiff gefährdet das Umweltparadies der Galápagos-Inseln. Zwei Hochseeschlepper versuchten am Freitag, den vor einer Woche havarierten Frachter vor der Insel San Cristóbal freizulegen, wie die Zeitung "El Telégrafo" berichtete. Die ecuadorianische Regierung beschloss am Donnerstag, den Umwelt-Notstand auf dem Archipel im Pazifischen Ozean auszurufen.

Gefahr nicht gebannt

Der 81 Meter lange Frachter "Galapaface I" war am 9. Mai vor dem Hafen Puerto Barquerizo Moreno auf Grund gelaufen. Obwohl die 72.000 Liter Treibstoff und 1.100 Liter Maschinenöl bereits abgepumpt worden seien, bestehe weiterhin das Risiko, dass Schadstoffe austreten könnten, erklärte das ecuadorianische Umweltministerium. Auch ein Großteil der 1.000 Tonnen Ladung sei geborgen worden. Es gebe aber noch Fässer mit Putzmittel und Öl an Bord, berichtete "El Telégrafo". Bei der Freilegung könne ein Rumpfriss im Maschinenraum das Schiff sinken lassen.

Bereits 2001 gab es schwere Schäden

In der Hafenbucht von San Cristóbal liegt eine Seelöwen-Siedlung von rund 1.500 Tieren, erklärte der Ökosystem-Leiter des Naturparks Galápagos, Víctor Carrión. Bislang sei keine Wasserverschmutzung wegen der Schiffshavarie verzeichnet worden. Ein 2001 in derselben Bucht auf Grund gelaufenes Schiff hatte durch ausgetretenen Treibstoff schwere Umweltschäden verursacht. Die Galápagos-Inseln bilden etwa 1.000 Kilometer vor der Küste Ecuadors ein einzigartiges Ökosystem, das von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Quelle: DPA